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Mutterkuh Schweiz für starkes GMF-Programm

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Mutterkuh Schweiz für starkes GMF-Programm

Mutterkuh Schweiz schlägt zusammen mit Bio Suisse und IP-Suisse vor, für Betriebe mit einem höheren Grasanteil einen höheren Beitrag auszuzahlen. Eine Senkung der GMF-Beiträge wäre ein Schritt in die falsche Richtung.

Der Evaluationsbericht von Agroscope zum Direktzahlungsprogramm Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) bestätigt, dass Handlungsbedarf besteht. Sowohl in der Milch- wie auch in der Fleischproduktion sind in den letzten Jahren insgesamt mehr Kraftfutter und mehr importierte Futtermittel eingesetzt worden. Zwar widersetzen sich die Betriebe, die bei GMF mitmachen, diesem Trend. Sie erzielen jedoch laut Agroscope ein tieferes landwirtschaftliches Einkommen als Betriebe, die nicht bei GMF dabei sind. Gemäss Modellrechnungen wird dieser Rückstand bis 2025 voraussichtlich stabil bleiben. Gleichzeitig empfiehlt Agroscope wegen der hohen Beteiligung an GMF eine Senkung der Beiträge um einen Viertel auf 150 Franken pro Hektare. Dieser Vorschlag ist angesichts der vorgelegten Zahlen unverständlich. Viele Bauern setzen zwar heute aus Überzeugung auf eine grasbasierte Produktion, aber das wird langfristig nicht ausreichen.

Mutterkuh Schweiz setzt sich dafür ein, dass das GMF-Programm nicht geschwächt, sondern gestärkt wird. Wie der Verein bereits 2015 gemeinsam mit Bio Suisse und IP-Suisse beantragt hat, verlangt er erneut einen höheren Beitrag für eine zweite Leistungsstufe. Die bisherige, nach Zonen abgegrenzte zweite Stufe soll dafür neu mit einem höheren Grasanteil (z.B. 85% oder 90%) definiert werden. Damit würde für Betriebe, welche die GMF-Basisanforderungen heute weit übertreffen, ein echter Anreiz geschaffen.

Das Motto "Fleisch aus Gras" ist für die Schweizer Mutterkuhhaltung seit langem richtungsweisend. Ein erheblicher Teil der Mutterkühe und Kälber erhält ausschliesslich Wiesen- und Weidefutter. Bei der Hälfte der Mutterkuhbetriebe liegt der Grasanteil bei mindestens 95 Prozent. Die Markenprogramme von Mutterkuh Schweiz schreiben eine Teilnahme an GMF vor. Zusätzlich zur Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten nach naturnah erzeugtem Fleisch (und Milch) braucht es jedoch einen genügenden finanziellen Anreiz durch die Direktzahlungen.

Unterschiedliche Beitragsansätze nach Tierkategorien lehnt Mutterkuh Schweiz ab. Mit GMF soll eine grasbasierte Fütterung gefördert werden, nicht bestimmte Produkte.

 

Kontakt:

Mathias Gerber, Präsident
mathias.gerber@sunrise.ch, 079 358 38 19

Daniel Flückiger, Leiter Kommunikation,
daniel.flueckiger@mutterkuh.ch, 079 226 52 76 

 

 

Beitrag vom 02.10.2017