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Gesundheit

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Beobachtung der Kälbergesundheit

Die Gesundheit der Kälber ist ein zentraler Faktor für die Natura-Veal-Produktion. Je gesünder die Tiere sind, umso besser sind ihre Zunahmen und die Entwicklung.

Die Gesundheit der Kälber ist kurz nach der Geburt am anfälligsten. Dies gilt auch, wenn sie im Stall gehalten werden. Um die Gesundheit der Tiere zu schützen, muss in den Gebäuden ein hoher Hygienestandard eingehalten werden (Streu, Luft, Wasser usw.).


Häufigste Krankheiten

Die Krankheiten, von denen Kälber am meisten betroffen sind, sind Durchfall und Entzündungen des Atmungssystems. Um diese zu vermeiden und den Antibiotika-Einsatz gering zu halten, empfiehlt es sich, das Immunsystem der Kälber zu unterstützen, z.B. durch Injektionen von Eisen und Selen bei  der Geburt.

Andere Prophylaxemittel wie Homöopathie, Naturheilkunde und Phytotherapie können wirksam sein, insbesondere bei der Bekämpfung von Kryptosporidien und Kokzidien, zwei Bakterien, die sehr häufig für Kälberdurchfall verantwortlich sind. Auch die Zugabe von Bikarbonat zur Ration wird als Mittel zur Verhinderung von Durchfallerkrankungen genannt.

In einigen Fällen ist eine Impfung der Kühe gegen Rotavirus notwendig. In Absprache mit dem Tierarzt kann auch die Impfung von Kälbern gegen Grippe in Betracht gezogen werden.


Prophylaktische Empfehlungen

  • Tiere beim Einstallen scheren; wenn nötig, während des Winters erneuern
  • Durchzug im Stall vermeiden
  • Abkalben auf der Weide; während der Vegetationszeit
  • Beobachtung der Geburten und Kontrolle, dass das Kalb rasch Kolostrum trinkt (Reserve-Kolostrum bereithalten, falls die Mutter keine oder wenig hat oder ein Problem auftritt)
  • Salz und Mineralstoffe in Selbstbedienung (Kalb-Spezialleckstein)
  • Genetik; keine Nachkommen von Tieren nachnehmen, die gesundheitlich anfälliger sind
  • Stress möglichst vermeiden, mit den und um die Tiere Ruhe bewahren


Zusatzkälber

Der Betriebswechsel und die Gewöhnung an die betriebseigene Pathogene können für die Zusatzkälber eine kritische Phase sein. Deshalb müssen sie entweder direkt nach der Geburt integriert werden und das Kolostrum des Betriebs erhalten oder mit 4 bis 6 Wochen (nicht über 8 Wochen), damit sie vor dem Wechsel ihre Abwehrkräfte auf ihrem Geburtsbetrieb aufbauen können. Es ist vorteilhaft, die Zusatzkälber direkt vom Landwirt (nach Möglichkeit nicht über den Handel) und regelmässig von den gleichen Betrieben zu beziehen.

2019 trat Mutterkuh Schweiz dem Schweizer Kälbergesundheitsdienst (KGD) bei. Die Mitglieder von Mutterkuh Schweiz können dem KGD zum Vorzugspreis beitreten: https://www.kgd-ssv.ch/


Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Gesundheit“ unter „Dokumente“ oder laden Sie die ganze Broschüre herunter. 

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