Der Stier in der Herde
Der Stier in der Herde kann ein Gefahrenpotenzial darstellen, wenn man die Situation falsch einschätzt:
- Der Stier duldet keine Nebenbuhler. Ist eine Kuh in der Herde brünstig, kann auch der Mensch zum Rivalen werden.
- Der Stier beschützt die Herde. Bei Eingriffen in die Herde (z.B. Markieren der Kälber) wirde der Beschützerinstinkt des Stieres wach.
- Der Stier kennt eine Rangordnung. Schon beim Jungstier muss auf jeden Fall der Mensch ranghöher sein. Jede Manipulation am Stier muss beim ersten Anlauf erfolgreich sein, damit das Selbstvertrauen des Stieres nicht gefördert wird.
- Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nie dem Stier den Rücken zukehren und nicht alleine in die Herde gehen. Immer ein Abwehrstock dabei haben.
- Der Stier kann sich mit dem Alter verändern. Ältere Tiere neigen zu erhöhter Aggressivität, diese Stiere sind sofort aus der Herde zu entfernen.
- Der Stier gewöhnt sich an den Alltag. Jede plötzliche Veränderung im Umfeld (Lärm, bellende Hunde, ein neuer Betreuer, Betriebswechsel) kann einen zutraulichen Stier aggressiv machen.
- Warnzeichen vor einem Angriff: Senken des Kopfes, scharren mit den Vorderbeinen, Bodenhornen. Nicht jedem Angriff gehen jedoch Warnzeichen voraus.
Quelle: Datenkatalog Mutterkühe, LBL
